Pirat im Selbstversuch

Mitten drin statt nur dabei.

Welche Möglichkeiten der Partizipation wollen wir? – Zwei Fragen

with one comment

Am Berliner Landesparteitag erhielt ein Antrag keine 2/3 Mehrheit, welcher die Nutzung des echten Namens innerhalb des Berliner Liquid Feedback Systemes verbindlich einführen wollte. Nun wird mal wieder über LQFB diskutiert. Wobei Diskussion das falsche Wort ist. Das Thema ist so emotional aufgeladen (warum eigentlich?), dass nur gegenseitig Anfeindungen ausgetauscht werden. Daher von mir nicht noch ein Beitrag zu LQFB. Statt dessen stellt sich mir die grundsätzliche Frage:

Welche Möglichkeiten der Partizipation wollen wir innerhalb der Piratenpartei?

Diese Frage sollten wir klären. Insbesondere, da 2013 eine Landtagswahl auf uns zu kommt. Dort besteht die Möglichkeit, dass Piraten in den Landtag einziehen. Spätestens dann machen wir ganz reale Politik und sollten eine reale Antwort auf folgende Fragen gefunden haben:

Wie kann ein Abgeordneter Anregungen und valide Meinungsbilder der Basis einhohlen?

Wie kann ein einzelner Basispirat ein bestimmtes Thema / einen bestimmten Antrag an die Fraktion richten?

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Written by farddizzle

28. Februar 2012 um 12:32

Veröffentlicht in Liquid Feedback, Piraten, Piratenpartei

Eine Antwort

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  1. Du frägst, warum das Thema emotional aufgeladen ist?
    Weil die Art und Weise, wie eine Partei zu ihrer politischen Positionen kommt, ein besonders wichtiger Punkt ist. Schon bei den Grünen war ja Basisdemokratie angesagt. Und bei uns? Ist es nicht unserer Alleinstellungsmerkmal, unsere Politik „im Internet“ zu machen?
    Sind wir also Grüne mit einer etwas anderen Auffassung von Urheberrecht (wenn das überhaupt so ist)?
    Warum dann eine eigene Partei?
    Gehen wir doch alle zu den Grünen und modernisieren unsere Strickpullovers ein wenig.

    Auch der soziale Aspekt ist wichtig:
    Ist es wirklch basisdemokratisch, eine Haufen Parteitage im Jahr zu machen?
    Welcher Hartz4-Empfänger kann das zahlen?
    Ich habe Piraten im Kreis, die nicht zu Stammtischen kommen wollen, weil sie kein Getränk oder die Fahrt dahin zahlen können.
    Es gibt auch welche, die müssen am Wochenende arbeiten. Und zwar jedes.
    Und selbst wenn nicht, die Fahrkarte zum BPT kostet z.B. 120 Euro.
    Weiß jemand, wieviel das für einen Arbeiter ist, der sonst gerade so über die Runden kommt?

    Es gibt nur eine echte Möglichkeit zu Basisdemokratie: das Internet!
    Es ist nämlich das Internet und nur dieses, welches die Argumente für eine repräsentative Demokratie hinfällig werden läßt.
    Und wenn Piraten das nicht so sehen, dann habe ich da wohl etwas falsch eingeschätzt.

    Nein, das neue an den Piraten ist, daß die Politik im Internet „gemacht“ wird.
    Und wenn das nicht so funktioniert, dann muß ich mich fragen – und andere werden das auch tun – ob man in der richtigen Partei ist.

    Und damit mich keiner falsch versteht, es ist egal wie das Tool heißt, ob es LQFB ist oder was anderes.
    Die Tool-Kritiken sind ja nur Pseudoargumente.
    Es gibt ja vielleicht auch Leute, die das Mauscheln auf Parteitagen gut verstehen und dort mit ihren Seilschaften mehr bewegen können, als anonym unter vielen im Internet.

    cu
    Michael

    Anonymous

    28. Februar 2012 at 17:21


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