Pirat im Selbstversuch

Mitten drin statt nur dabei.

Archive for Oktober 2011

Liquid Feedback in Bayern?!

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Nach dem Erfolg der Piraten in Berlin habe ich viel über Liquid Democracy und Liquid Feedback gelesen. Die Idee dahinter hat mich begeistert und war sicher ein Grund für mich der Piratenpartei beizutreten. Groß war da meine Überraschung, dass Liquid Feedback in Bayern nicht genutzt wird. Trotzdem gab es letzten Donnerstag eine interessante Informations- und Diskussionsveranstaltung über Liquid Democracy in München. 

Andi erzählte Allgemeines über Liquid Democracy und zusammen mit tarzun etwas über die Technik und Bedienung von Liquid Feedback. Dadim stellte den von ihm programmiertem Liquidizer vor. Die zwei interessantesten Vorträge für mich waren von Heide, welche über die praktischen Erfahrungen mit Liquid Feedback in Berlin berichtete, und von TurBor, welcher Kritikpunkte an Liquid Feedback aufzählte. 

Der Vortrag von TurBor (im Netz verfügbar) war von angeregten Diskussionen begleitet. Zu seinen Kritikpunkten einige Gedanken: 

Kritik 1:

Benutzeroberfläche kompliziert, nicht intuitiv, kein Benachrichtigungssystem und Delegationen sind nicht nachvollziehbar.

Das Argument der schlechten Bedienbarkeit habe ich auch am Stammtisch in München am häufigsten gehört. Das dies aber oft von studierten Informatikern oder anderen Nerds vorgebracht wird irritiert mich. Denn jeder versierte Computernutzer kann die Bedienung von Liquid Feedback in einer halben Stunde Verstehen und Durchschauen. Dazu gibt es wahrlich genug Hilfestellungen im Netz. Richtig hingegen ist, dass die Oberfläche nicht von Apple designed wurde und meine Eltern tatsächlich Probleme hätten das System zu bedienen und zu durchschauen. Allerdings ist hier Abhilfe in Sicht, ein neues, intuitiveres Design steht bereit. Zum Benachrichtigungssystem ist noch zu sagen, dass es bereits jetzt möglich ist sich per Twitter über Neuigkeiten informieren zu lassen. Daher:

Kritik Benutzeroberfläche überzeugt mich nicht.

Kritik 2:

Datenschutz

Datenschutz ist eines unserer Kernthemen und selbstverständlich unglaublich wichtig. Aber: Wir, die Mitglieder der Piratenpartei, wollen die Politik in Deutschland verändern. Wir, die Mitglieder der Piratenpartei, sind Politiker. Wir wollen in die Gemeinderäte, in die Stadträte, in die Länderparlamente, in den verdammten Bundestag! Das geht nicht anonym. Wir machen Politik transparent. Dazu gehört aber auch, dass der Wähler nachschauen will, wie wir politisch entscheiden. Politische Veränderungen lassen sich nicht anonym durchsetzen. Nun kommt das Argument, dass der Basispirat in Hinterdupfing von seinen Fussballfreunden verprügelt wird wenn er sich für die Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften einsetzt und seinen Job verliert, wenn er für die Legalisierung von Cannabis stimmt. Ich komme selber vom Land und ja, es gibt dort leider tatsächlich solche Hinterwäldler. Andererseits, wenn wir unsere politischen Ansichten nicht persönlich in unserem Bekanntenkreis vertreten könne, wie wollen wir die Ansichten dann im Bundestag vertreten. Wie dem auch sei, wegen diesem Problemfeld gibt es im Bundesliquid die Möglichkeit sich mit einem Pseudonym anzumelden. Wenn man hier bei der Wahl seinen Pseudonyms aufpasst ist es möglich komplett unerkannt abzustimmen. Daher: 

Kritik Datenschutz überzeugt mich nicht.

Kritik 3:

Wer sich in einem Thema nicht auskennt, kann nicht beurteilen welcher Pirat Experte ist. Daher entscheidet ausschließlich die Popularität über Delegationen. Auch im Nachhinein kann der Nichtexperte nicht erkennen, ob der Delegierte sinnvoll abgestimmt hat. Außerdem bilden globale Delegationen keine Expertise ab.

Richtig hierbei ist, dass globale Delegationen keine Expertise abbilden. Es ist durchaus empfehlenswerter Delegationen zu einzelnen Themenbereichen festzulegen. Warum globale Delegationen oder Delegationen nach Popularität trotzdem kein Problem sind schreibe ich im nächsten Punkt. Es wird hier behauptet, dass ich entweder keine Ahnung von einem Thema habe und daher an irgendeinen populären Piraten delegiere welcher auch keine Ahnung hat, oder ich habe Ahnung und könnte selbst abstimmen. Doch zwischen diesen zwei Extremen gibt es viele Abstufungen. Ich habe keine Ahnung von IT, aber wenn am Stammtisch ein Pirat Vorträge über Netzpolitik hält und Mitglied im CCC, AK Vorrat und FoeBuD ist kann ich auch als Laie seine Expertise einschätzen und ihm meine Stimme delegieren. Nun könnte er ja meine Unwissenheit ausnutzen und für den letzten Scheiß stimmen. Vielleicht würde ich es selbst aus fachlicher Unkenntnis nicht merken. Hier vertraue ich aber durchaus auf eine gewisse Schwarmintelligenz. Sollte ein Pirat für groben Unfug stimmen, dann bin ich mir sicher das ein anderer Pirat dies aufdecken wird. Daher:

Kritik Delegationen – Expertise überzeugt mich nicht.

Kritik 4:

Durch die Weiterreichung von Delegationen können Delegationsketten über viele Personen entstehen. Der entgültige Nutznießer meiner Delegation kann jemand völlig Fremdes sein, dessen Position ich nicht kenne und die daher nicht die meine sein kann. Jemandem zu vertrauen, nur weil jemand dem ich vertraue ihm vertraut ist fragwürdig.

Wenn ich eine feste politische Position zu einem Thema habe, kann ich entweder selber abstimmen oder jemanden auswählen, der meine politische Überzeugung teilt. Wenn ich keine eigene Meinung zu einem Thema habe, muss ich meinem Delegiertem vertrauen, dass er meine Stimme sinnvoll einsetzt. Wir werben um unsere Wähler, dass sie uns ihre Stimme für vier Jahre geben. Der Wähler muss uns vertrauen, dass wir seine Stimme vier Jahre lang sinnvoll einsetzen. Das Vertrauen, welches wir von unseren Wählern einfordern, sollten wir auch innerparteilich haben (erst recht, wenn wir unsere Stimme jederzeit zurückziehen können). Hier komme ich noch einmal zum vorherigen Kritikpunkt. Wenn ich keine Ahnung von einem Thema habe, dann mache ich meinetwegen eine globale Delegation auf unseren Landesvorsitzenden, weil ich den schon mal im Radio gehört habe (sprich ausschließlich aus Popularität). Nun ist es wahrscheinlich, dass auch andere Basismitglieder ohne eigene Expertise einem populären Mitglied Stimmen geben. Dann hat der Landesvorsitzende vielleicht 100 Stimmen und dadurch politische Macht und Verantwortung. Und hier vertraue ich dem Menschen, dass er sich dessen bewusst ist und dementsprechend handelt. Und wenn er zu einem Thema selbst keine Ahnung hat, dann vertraue ich ihm, dass er sich informiert und die 100 Stimmen verantwortungsbewusst weiter delegiert. Delegationsketten sind nicht das Problem, sondern sie ermöglichen das die eigene Stimme seinen Weg zu den besten Positionen findet. Daher:

Kritik Kettendelegationen überzeugt mich nicht.

Kritik 5:

  1. Durch einmalige Delegation auf populäre Piraten von Mitglieder, welche danach komplett inaktiv werden (eventuell sogar aus der Piratenpartei austreten) können Superdelegierte mit vielen Stimmen entstehen. Diese Stimmen bleiben immer beim Superdelegierten, da ein inaktives Mitglied die Stimmen nicht entziehen kann. So entsteht eine unfaire Machtverteilung.
  2. Durch Delegationsketten (siehe oben) entstehen Superdelegierte mit vielen Stimmen. Als einzelnes Mitglied hat man nur eine Stimme, daher entsteht eine unfaire Machtverteilung. Im Extremfall kann der Superdelegierte alleine bestimmen.
  1. Die Kritik ist berechtigt. Bis inaktive Mitglieder auf Grund von fehlendem Mitgliedsbeitrag aus der Partei geschmissen werden können viele Jahre vergehen. Durch Delegationen von inaktiven Mitgliedern können so nicht gerechtfertigte Stimmen im System vorhanden sein. Aber: Derzeit wird an einer Änderung gearbeitet. Neue Datschschutzrichtlinien erlauben die Erfassung des letzten Loginzeitpunktes. Dann können Mechanismen beschlossen werden, die inaktiven Mitgliedern Stimmrechte entziehen.
  2. Superdelegierte, die über Delegationsketten entstehen sind gewollt! Die Stimmen sollen ja den Weg finden zu den Experten zu einem Thema. Und davon gibt es eben nicht unzählig viele innerhalb der Partei. Und das ich mit meiner einzelnen Stimme alleine nichts bewirken kann, dass ist immer so. Auch in der absoluten Basisdemokratie kann ich mit einer Stimme nichts bewirken, wenn ich irgendeinen Blödsinn fordere. Wenn ich hingegen mich in einem Thema auskenne und einen fundierten, super ausgearbeiteten Antrag einbringe dann kann ich selbst Superdeligierter werden. Zur theoretischen Möglichkeit, dass einer 51% der Stimmen auf sich vereinigt. So eine Machkonzentration will niemand, daher wird sie auch nicht eintreten. Schließlich kommen die Delegationen von Piraten und weit bevor so eine Machtkonzentration eintritt werden die Piraten ihre Delegationen umändern oder selbst wahrnehmen. Dafür spricht auch, dass so eine Situation noch nicht einmal annähernd eingetreten ist. Daher:

Kritik Superdelegierte überzeugt mich nicht.

Nun zu Heides Vortrag über die praktischen Erfahrungen mit Liquid Feedback im Landesverband Berlin. Es lassen sich hier zwei Unterteilungen machen.

  1. Vor der Wahl

Das gesamte Programm und Wahlprogramm im Landesverband Berlin wurde mittels Liquid Feedback abgestimmt. Bei jedem Antrag war ein Link zu einem Diskussionsmedium (Wiki oder Pad) angegeben, auf welchem der Antrag diskutiert werden konnte. Die Antragssteller konnten so Anregungen aufnehmen. Durch die Abstimmung am Ende wurden Positionen übernommen, wenn die Basis dafür war und natürlich nicht übernommen, wenn die Abstimmung negativ verlief. Der gesamte Entstehungs- und Abstimmungsprozess war dabei durch Liquid Feedback transparent und nachvollziehbar.

Im Vergleich dazu ist die Programmgestaltung im LV Bayern eher intransparent. Der offizielle Ansatz sieht die Bildung von IGs und Fgs vor. Diese scheinen mir aber nicht sonderlich aktiv. Natürlich gibt es unheimlich viele aktive und schlaue Piraten im LV Bayern, diese scheinen sich aber eher in lokalen AGs zu organisieren. Über Anträge, die so irgendwie entstehen stimmt dann ein Landesparteitag ab, auf dem nur ein Bruchteil der Piraten anwesend sind. Dieses Verfahren erscheint mir deutlich intransparenter und ineffizienter. (Falls ich hier etwas wichtiges falsch wiedergebe entschuldige ich mich schon mal dafür, aber wie gesagt, die Programmentstehung erscheint mir eben eher intransparent). Daher:

Liquid Feedback überzeugt mich hier.

2. Nach der Wahl

In Berlin sitzen nun Piraten in den Bezirken und im Abgeordnetenhaus. Bei anderen Parteien ist es fast unmöglich, als einfaches Basismitglied auf die Entscheidungen, die nun anstehen, Einfluss zu nehmen. Hier wollen die Piraten anders sein. Mittels Liquid Feedback ist es nun jedem Berliner Mitglied möglich einen Antrag zu stellen, der wenn er eine Mehrheit findet, von den Abgeordneten umgesetzt wird. Desweiteren ist es den Abgeordneten jederzeit möglich, zu jedem Thema welches zwischen den Wahlen aufkommt, zügig und unkompliziert das Meinungsbild der Basis einzuholen. Diese transparente und basisdemokratische Politik ist genau das, was für mich Piratenpolitik so attraktiv macht. Sollten wir es in Bayern je schaffen bei Wahlen Piraten in die Parlamente zu bringen, dann will ich diese Möglichkeiten auch haben. (Und Limesurvey ist hier alleine auf Grund der Vielzahl der Themen nicht praktikabel). Daher:

Liquid Feedback überzeugt mich hier.

Mein Fazit: Die Kritik an Liquid Feedback teile ich nicht, die Vorteile hingegen begeistern mich.

Daher habe ich zwei Anträge in die Antragsfabrik für den kommenden Landesparteitag eingestellt. Liquid Feedback soll neu aufgesetzt werden und in der Satzung verankert werden. Denn Liquid Feedback kann nur funktionieren, wenn Entscheidungen in Liquid Feedback auch umgesetzt werden. Wenn der Vorstand hingegen Liquid Feedback Ergebnisse ignoriert, dann ist es auch kein Wunder, dass keiner Zeit und Arbeit dafür opfert.

So, vielen Dank an alle die alles gelesen haben. Ich freue mich auf eure Meinungen. Übrigens, falls jetzt Altpiraten keinen Bock haben schon wieder über Liquid Feedback zu reden, nachdem sie schon 2010 viel darüber geredet haben. Ignoriert mich einfach. Ich gehe davon aus, dass die Antragsreihenfolge zum Landesparteitag mit einer Liquidizer-Instanz oder einer anderen Möglichkeit, welche den Willen der Basis abbildet, festgelegt wird. Falls ich alleine mit meiner Meinung bin, wird mein Antrag einfach in der Versenkung verschwinden.

Hier die Links zur Antragsfabrik mit weiteren Erläuterungen.

http://wiki.piratenpartei.de/BY:Landesparteitag_2012.1/Antragsfabrik/Neustart_von_LiquidFeedback

http://wiki.piratenpartei.de/BY:Landesparteitag_2012.1/Antragsfabrik/Liquid_Democracy

Gruß,

florian 

Written by farddizzle

24. Oktober 2011 at 20:56

Veröffentlicht in Liquid Feedback, Piraten, Piratenpartei

Mein erstes Mal … Mailinglisten

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Seit zwei Wochen bin ich nun in der Piratenpartei. Damit ich aktuelle Diskussionen mitbekomme und mich einbringen kann habe ich natürlich Mailinglisten abonniert. Als erstes die Mailingliste des KV München nachdem ich dort Mitglied bin und die allgemeine Liste der Piratenpartei bundesweit. Damit ich wichtige Infos nicht verpasse, habe ich mich auf den offiziellen Ankündigungslisten  bundesweit und Bayern Announce sowie den Newslettern bundesweit, Oberbayern und der Flaschenpost eingeschrieben. Auf dem ersten Stammtisch habe ich dann erfahren, dass viele Münchner eher auf der Oberbayern Liste diskutieren. Nachdem ich spezielles Interesse an der Gesundheitspolitik habe kamen dann noch die Listen der AG Gesundheit, der AG Drogen und der FG Gesundheit in Bayern dazu. Das Volksbegehren gegen Studiengebühren in Bayern finde ich super, diskutiert wird hier auf der Liste der IG Bildung Bayern. Landesweite Politik und Organisation in Bayern wird dann noch auf den Listen Bayern-misc, Bayern-Politik und Bayern-orga diskutiert.

Ergibt: 15 Mailinglisten!

Ich habe in meinem Emailprogramm Filter anlegt und für jede Liste einen extra Ordner eingerichtet und schon ist das Chaos eingedämmt. Natürlich lese ich praktisch nichts davon. Mithilfe von Tastatur Shortcuts rase ich die Betreffzeilen der ungelesenen Mails ab und nur wenn der Titel mich wirklich interessiert lese ich die Mail und schalte mich vielleicht in die Diskussion ein. Allerdings geschieht dies nicht allzu oft, denn es treiben sich mir meistens zu viele Trolle herum. Außerdem empfinde ich die Strukturen als unglaublich ineffizient. So wird über Themen grundsätzlich auf 5 Mailinglisten gleichzeitig diskutiert. Bewundernswert hierbei ist es, dass es überhaupt Menschen gibt, die dann auf allem Mailinglisten mitschreiben. Wobei das dann oft die Trolle sind, die zu viel Zeit haben.

Habe ich wenigstens das Gefühl, alle wichtigen innerparteilichen Diskussionen mitzubekommen? Leider eher nicht. Zum einen gibt es alleine im LV Bayern 10 Mailinglisten nur für Vorstände und dann hat auch noch jeder Bezirk seine eigene Mailingliste. Und dort werden nicht nur Themen von lokaler Bedeutung diskutiert, sondern alles querbeet.

Naja, als Pirat muss man vermutlich lernen sich auch auf stürmischer See, bzw. auf verworrenen Mailinglisten zurechtzufinden. In diesem Sinne: Ahoi!

 

P.S.: Welche Mailinglisten habe ich vergessen?

Written by farddizzle

19. Oktober 2011 at 19:17

Veröffentlicht in Piraten, Piratenpartei

Mein erstes Mal … Stammtisch

with 5 comments

Über die Piraten kann man einiges online erfahren, das persönliche Treffen ist aber sicher durch nichts zu ersetzen. Also habe ich mich auf zum nächsten Stammtisch (München) gemacht und das wichtigste am Anfang: Ich habe viele interessante und nette Menschen angetroffen. Ich kann mir gut vorstellen nächste Woche dort wieder aufzutauchen. Neben mir gab es viele weitere Neulinge, die zum ersten oder zweiten Mal da waren. Dadurch haben wir mit ca. 80 Personen das Lokal fast gesprengt. Mal schauen wie der Hype sich in den nächsten Wochen entwickelt.

Zwei Punkte sind mir besonders aufgefallen:

Die dezentralen Strukturen. Piraten sind alle im Netz , organisatorisch ist die Piratenpartei trotzdem ziemlich dezentral. Es gibt den Kreisverband München, den Bezirk Oberbayern, den Landesverband Bayern und die bundesweite Piratenpartei. Alle mit eigenen Internetauftritten, eigenen Newslettern und eigenen Mailinglisten (zu Mailinglisten mache ich noch mal einen extra Blogbeitrag). Dadurch ist es relativ schwierig einen Überblick zu erlangen, manche Informationen findet man nur auf einer Seite, andere Informationen werden doppelt und dreifach veröffentlicht. Als Ergebnis der vielen Unterteilungen scheint auch fast jeder Pirat in Bayern ein Vorstandsamt innezuhaben.

Liquidfeedback. Nachdem ich über den Wahlerfolg in Berlin zur Piratenpartei gekommen bin, finde ich das Konzept „Liquid Democracy“ und die Umsetzung durch Liquid Feedback ausserordentlich interessant. Leider scheint der bayrische Pirat Liquid Feedback eher beschissen zu finden. Im Landesverband wird es wohl überhaupt nicht genutzt und auch für die Bundespolitik scheint es niemand zu verwenden. Warum ist mir an diesem Abend nicht klar geworden, mal schauen was ich in den nächsten Stammtischen darüber noch erfahre.

Insgesamt war es ein netter Abend, der ganz unter dem Motto „Kennenlernen der neuen und alten Piraten untereinander“ stand. Meiner Meinung nach ist es für die Piratenpartei nun wichtig, dass man den aktuellen Hype und die steigenden Mitgliederzahlen nutzt um für die Bundestagswahl und die bayrische Landtagswahl 2013 gut aufgestellt zu sein. So ganz genau ist mich noch nicht klar, welche verschiedenen Möglichkeiten man nun als neues Mitglied hat um sich einbringen. Aber ich werden dranbleiben!

Written by farddizzle

3. Oktober 2011 at 14:19

Veröffentlicht in Piratenpartei

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